Dirndl aufbewahren: So lagerst du dein Dirndl richtig
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Lesezeit 6 min
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Trachtenmode ist eine Investition. Wer sein Dirndl richtig aufbewahrt, hat jahrelang Freude daran. Wer es falsch lagert, findet im nächsten Jahr ein verknittertes, muffiges oder von Motten zerfressenes Stück im Schrank.
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Inhaltsverzeichnis:
Ein gutes Dirndl hält Jahrzehnte, wenn es richtig behandelt wird. Trachtenmode ist traditionell auf Langlebigkeit ausgelegt, die Stoffe sind oft hochwertig und robust. Aber auch das beste Dirndl übersteht keine falsche Lagerung unbeschadet.
Die häufigsten Schäden entstehen nicht beim Tragen, sondern während der Lagerung. Feuchtigkeit im falschen Schrank führt zu Schimmel und muffigem Geruch. Direktes Sonnenlicht bleicht die Farben aus. Falsch zusammengelegter Stoff bekommt dauerhafte Knitterfalten, die sich nicht mehr herausbügeln lassen. Und Motten machen vor keinem Material Halt.
Das Gute: Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich all das vermeiden. Wer beim Einlagern fünf Minuten investiert, hat beim Rausnehmen ein Dirndl, das aussieht wie neu.
Das wichtigste Gebot beim Dirndl einlagern: niemals ungereinigt in die Lagerung. Auch wenn das Dirndl äußerlich sauber aussieht, sitzen Körperschweiß, Hautfette und Essensreste im Stoff. Diese Rückstände sind für Motten und andere Insekten geradezu eine Einladung.
Je nach Stoff unterscheiden sich die Reinigungsmethoden. Baumwolle und Leinen lassen sich in der Regel bei 30 bis 40 Grad im Schonwaschgang waschen. Seide und Wollstoffe sollten in die Reinigung oder zumindest nur von Hand gewaschen werden. Den genauen Hinweis gibt das Pflegeetikett im Innenfutter.
Nach dem Waschen vollständig trocknen lassen, bevor das Dirndl eingelagert wird. Feuchter Stoff in einem geschlossenen Kleidersack ist das perfekte Rezept für Schimmel. Im Zweifelsfall lieber einen Tag länger trocknen als zu früh einpacken.
Wer das Dirndl zur professionellen Reinigung bringt: Kleidersack erst nach dem vollständigen Auslüften zu Hause schließen. Die Plastikfolie vom Reiniger ist nicht zur langen Aufbewahrung geeignet, sie verhindert die Luftzirkulation und kann Feuchtigkeit einschließen.
Die Frage kommt immer wieder: Soll man das Dirndl hängen oder falten? Die Antwort hängt vom Material und vom Platz ab.
Hängen ist die bessere Option für Dirndl aus schwererem Stoff wie Wolle oder dickerer Baumwolle. Ein breit-schultriger Kleiderbügel aus Holz hält die Form des Mieders und verhindert Druckfalten. Schmale Drahtbügel verbiegen das Mieder und hinterlassen Abdrücke an den Schultern.
Falten ist sinnvoll für sehr leichte Stoffe und für die Aufbewahrung in Boxen. Dabei das Dirndl entlang der Nähte falten, nie gegen die Naht. Zwischen die Lagen säurefreies Seidenpapier legen, das verhindert Druckfalten und schützt empfindliche Stoffe.
Die Dirndlschürze immer separat aufbewahren. Sie hat oft einen anderen Stoff als das eigentliche Dirndl und braucht andere Bedingungen. Außerdem verhinderst du so, dass der Schürzenstoff den Rockstoff unter Druck setzt und Falten verursacht.
Die Dirndlbluse ebenfalls separat lagern. Blusen aus Baumwolle oder Spitze können zusammengefaltet in einer Schublade liegen, während das Dirndl hängt.
Der Kleidersack ist die wichtigste Investition für die Dirndl-Lagerung. Nicht jeder Kleidersack ist geeignet.
Atmungsaktive Kleidersäcke aus Stoff sind die beste Wahl. Sie schützen vor Staub, lassen aber Luft durch. Kein Stoff schimmelt in einem gut belüfteten Kleidersack. Plastikkleidersäcke hingegen schließen Feuchtigkeit ein und sind nur für den kurzfristigen Transport geeignet, nicht für die monatelange Lagerung.
Aufbewahrungsboxen aus Karton oder Kunststoff eignen sich für gefaltete Dirndl. Karton ist atmungsaktiv, Kunststoff sollte mit Löchern oder offenen Ecken versehen sein. Säurefreie Kartons aus dem Fachhandel sind ideal für empfindliche Stoffe wie Seide oder Satin.
Vakuumierbeutel sind keine gute Idee für Dirndl. Sie pressen den Stoff so stark zusammen, dass dauerhafte Falten entstehen können. Außerdem enthalten sie keine Luft, was bei manchen Stoffen die Fasern belastet.
Der ideale Lagerort für ein Dirndl ist kühl, trocken und dunkel. Das klingt nach Weinkeller, und tatsächlich sind ähnliche Bedingungen optimal.
Temperatur: Zimmertemperatur zwischen 15 und 20 Grad ist ideal. Zu warm trocknet empfindliche Stoffe aus und macht Fasern spröde. Zu kalt kann bei Feuchtigkeit zu Kondensation führen.
Licht: Direktes Sonnenlicht bleicht Farben aus, besonders bei bunten oder dunklen Dirndl. Auch indirektes UV-Licht über lange Zeit schadet. Kleiderschränke im dunklen Teil des Raumes sind ideal. Wer ein Dirndl im Schlafzimmer lagert, sollte es im Kleidersack hängen lassen.
Feuchtigkeit: Zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung. In feuchten Kellern oder schlecht belüfteten Schränken hat ein Dirndl nichts zu suchen. Ein Hygrometer kostet wenige Euro und zeigt, ob die Luftfeuchtigkeit im akzeptablen Bereich von 45 bis 60 Prozent liegt.
Motten sind der schlimmste Feind jedes Kleiderschranks. Besonders Wolle, Seide und Naturmaterialien sind gefährdet. Einmal eingezogen, sind sie schwer loszuwerden und können innerhalb weniger Wochen irreparable Schäden anrichten.
Zedernholz ist das natürlichste und wirksamste Mittel gegen Motten. Zedernholzkugeln, Zedernholzblöcke oder Kleiderbügel aus Zedernholz im Schrank verteilen und alle paar Monate mit Sandpapier aufrauen, um das ätherische Öl wieder freizusetzen.
Lavendelkissen sind ebenfalls ein klassisches Hausmittel. Sie halten Motten fern und hinterlassen einen angenehmen Geruch im Stoff. Alle paar Monate erneuern oder mit ein paar Tropfen echtem Lavendelöl auffrischen.
Chemische Mottenschutzmittel sind wirksam, aber ihr Geruch setzt sich tief in den Stoff. Wer das vermeiden will, greift zu Zedernholz oder Lavendel. Wer bereits einen Mottenbefall hat, muss mit chemischen Mitteln oder einer professionellen Reinigung ran.
Vor dem Einlagern alle Kleidungsstücke im Schrank auf Mottenspuren prüfen: kleine Löcher im Stoff, seidiges Gespinst oder Larvenkot sind eindeutige Zeichen. Im Zweifel das befallene Stück sofort isolieren.
Der Moment, in dem das Dirndl aus der Lagerung kommt, entscheidet über den Aufwand vor dem nächsten Fest. Wer es richtig gelagert hat, braucht wenig zu tun. Wer es falsch gelagert hat, hat Arbeit.
Auslüften: Das Dirndl mindestens einen Tag ausgehängt auslüften lassen, bevor du es trägst. Auch gut gelagerter Stoff nimmt leicht einen Lagergeruch an. Frische Luft am Abend, nicht in direktem Sonnenlicht, reicht meist völlig aus.
Falten ausbügeln: Hartnäckige Falten mit einem Dampfbügeleisen auf der Rückseite des Stoffs bearbeiten. Bei empfindlichen Materialien ein Bügeltuch dazwischen legen. Wolle und Seide lieber mit dem Dampf aus dem Bügeleisen behandeln, ohne direkten Kontakt.
Auf Schäden prüfen: Nähte, Knöpfe, Hakenverschlüsse und den Stoff auf Schäden kontrollieren. Kleine Reparaturen jetzt machen, nicht kurz vor dem Fest. Eine gelöste Naht ist schnell genäht, ein abgesprungener Knopf schnell ersetzt. Wer das erst am Morgen des Oktoberfests merkt, hat ein Problem.
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Das Dirndl gereinigt und vollständig trocken in einen atmungsaktiven Stoffkleidersack hängen. Schwere Dirndl auf einem breiten Holzbügel aufhängen, leichte Stoffe zusammengefaltet mit säurefreiem Seidenpapier zwischen den Lagen lagern. Lagerort: kühl, dunkel und mit normaler Raumluftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60 Prozent.
Nur wenn der Keller trocken und nicht feucht ist. Hohe Luftfeuchtigkeit im Keller führt zu Schimmelbildung im Stoff. Am besten die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer prüfen. Liegt sie dauerhaft über 65 Prozent, lieber einen anderen Lagerort wählen.
Zedernholzkugeln oder Lavendelkissen in den Kleiderschrank legen und alle paar Monate erneuern. Vor dem Einlagern das Dirndl immer reinigen, da Schweißreste und Körperfette Motten anziehen. Bei Verdacht auf Mottenbefall das Kleidungsstück sofort isolieren.
Schwere Dirndl aus Wolle oder dicker Baumwolle am besten hängen, auf einem breiten Holzbügel. Leichte Dirndl aus Seide oder dünner Baumwolle können gefaltet werden, mit Seidenpapier zwischen den Lagen. Schürze und Bluse immer separat aufbewahren.
Bei richtiger Lagerung kann ein Dirndl problemlos viele Jahre aufbewahrt werden. Trachtenmode ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Wichtig ist, es regelmäßig zu kontrollieren, einmal pro Jahr auslüften zu lassen und bei Bedarf neu zu reinigen, auch wenn es nicht getragen wurde.
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