Leinen waschen – Tipps und Tricks für dein Dirndl aus Leinen
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Lesezeit 7 min
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Leinen waschen aber wie? Produkte aus Leinen haben in der Trachtenmode schon lange einen festen und wichtigen Platz eingenommen. Doch auch ein Dirndl aus Leinen muss irgendwann mal gewaschen werden, daher stellt sich oft die Frage wie Leinen waschen funktioniert. Damit du den Leinenstoff richtig pflegen kannst geben wir dir hier Tipps und Tricks worauf du beim Leinen waschen achten solltest.
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Inhaltsverzeichnis:
Natur pur: Das macht Leinenstoff zu dem was es ist, schlicht und doch besonders! Aus der sogenannten Flachspflanze werden die Flachsfasern gewonnen. Diese werden in einem aufwendigen Verfahren zu Fäden gesponnen. Durch die Leinenweberei entsteht schließlich ein textiles Flächengebilde mit dem Namen "Leinen".
Der Herstellungsprozess von Leinen:
Und genau daraus werden sämtliche Produkte hergestellt. Insbesondere Dirndl die vor allem Tradition und Natürlichkeit widerspiegeln profitieren von diesem Naturprodukt.
Im 19. Jahrhundert kam es mit der ländlichen Romantik zu einer Heimatbewegung die einen ungeahnten Trend ausgelöst hat. Dieser Trend der naturbelassenen Trachtenmode hält bis heute an. Den wesentlichen Anstoß dafür hat uns schon damals die Leinenweberei gegeben!
Das Textilgewerbe um die Leinenweberei gehört weltweit zu den ältesten Industriezweigen. Die Produktion gilt als sehr arbeitsintensiv. Die Leinenweber begannen bereits im Mittelalter den nötigen Flachs selbst anzubauen da Leinen ein hochgeschätztes Gewebe war!
Historische Entwicklung:
So wurde neben gesponnenem Flachs auch Hanf und Brennnessel zu Geweben verarbeitet. Während die Wollweberei ein kleines städtisches Handwerk war setzte sich die Leinenweberei im großen Stile vor allem auf Bauernhöfen durch.
Im Laufe des 18. Jahrhunderts kam es zu einem großen Einschnitt in der Leinenweberei. Mit der Einführung der Baumwolle aus England war ein feineres Gewebe auf dem Markt. Leinen selbst blieb höchstens noch als robuste Arbeitskleidung zurück.
Frühere Flachsfelder wurden mit der Zeit für den Anbau zur Nahrungsproduktion umgewandelt. Auch in der heutigen Zeit verdrängen Importe billiger Textilien das Leinengewebe fast vollständig. Der Trend zu Naturmaterialien und das Interesse an umweltfreundlichen Materialien sorgen für eine Wiederauflebung der Leinenweberei.
In diesem Sinne: Guad schaugsd aus!
Leinen ist ein unglaublich tolles Material denn Leinen hat viele Vorteile:
Vorteile von Leinen:
Der einzige Nachteil den das Gewebe Leinen mit sich zieht ist die Art wie es gepflegt werden muss: mit viel Zeit und Liebe!
Zugegeben so viel Aufwand beansprucht Leinen nun auch wieder nicht. Kein Grund zur Sorge also denn wir haben dir in den folgenden Absätzen alles Wichtige parat gelegt und zeigen dir worauf du beim Leinen waschen achten solltest.
"Leinen knittert edel", so lautet ein alter Werbespruch für Leinenstoffe. Tatsächlich handelt es sich dabei um sogenannte "Knitterbrüche". Die Leinenfaser ist an den Stellen durch die Mechanik der Waschmaschinentrommel gebrochen. Die so entstandenen Knitterfalten bekommst du auch beim Bügeln nur schlecht oder sogar gar nicht mehr weg.
Der wichtigste Trick: Einweichen!
Wichtig vorab: Schau immer zuerst auf das Pflegeetikett deines Dirndls. Bei Leinen gilt fast immer: 30 bis 40 Grad, Schonwaschgang, niedrige Schleuderzahl. Wer das ignoriert, riskiert dass das Stück einläuft. Leinen kann beim ersten Waschen bis zu 5 Prozent einlaufen, besonders wenn du heißer als 40 Grad wäschst. Um Knitterbrüche beim Leinen waschen zu vermeiden gibt es einen super simplen Trick: Leg dein Dirndl oder deine Trachtenweste vor dem Waschen in reichlich Wasser ein (zum Beispiel in der Badewanne).
So funktioniert das Einweichen:
Falls möglich wähle bei deiner Maschine die "Wasser plus" Option ein. Dabei wird mehr Wasser als üblich in die Waschtrommel eingelassen. Das schont das Gewebe noch mal zusätzlich.
Temperatur Richtlinien:
Der Leinenstoff sollte nur bis maximal 60°C gewaschen werden. Handelt es sich um gefärbtes Leinen dann werden maximal 40°C empfohlen.
Waschmittel Tipps:
Ein niedriger Schleudergang schont die Fasern des Leinengewebes. Solltest du wahrnehmen dass dein Naturleinen immer heller wird dann ist das ganz normal. Diese Veränderung geschieht einfach aufgrund der Waschtemperatur.
Waschprogramm:
Alles behalten? Hier sind noch einmal die wichtigsten Punkte die du beim Leinen waschen beachten solltest:
Die komplette Leinen Wasch Anleitung:
Mit dieser Anleitung wird dein Dirndl oder deine Trachtenweste aus Leinen lange schön bleiben!
Leinen bügeln: Leinen lässt sich am besten bügeln wenn es noch leicht feucht ist. Nicht komplett trocknen lassen und dann bügeln, sondern direkt aus der Maschine hängen und leicht angetrocknet bügeln. Dampfstufe verwenden. Temperatur: mittlere Hitze (ca. 150 bis 200 Grad). Leinen immer von links bügeln, damit die Oberfläche nicht glänzt. Wer oft bügelt: Leinentücher oder ein feuchtes Tuch zwischen Bügeleisen und Stoff legen.
Einlaufen verhindern: Neues Leinen immer zuerst kalt vorwaschen bevor du es das erste Mal trägst. So läuft der größte Teil des möglichen Einlaufens schon vor dem Tragen ab. Beim Waschen in der Waschmaschine immer Schonwaschgang und maximal 30 bis 40 Grad. Beim Schleudern: niedrige Schleuderzahl (max 600 U/min), da hohe Schleudertouren die Leinenfasern brechen und Knitter verstärken.
Flecken aus Leinen entfernen: Frische Flecken sofort behandeln. Fleck von außen nach innen arbeiten, nicht reiben. Für die meisten Flecken gilt: mit kaltem Wasser vorbehandeln, Feinwaschmittel direkt auf den Fleck geben, kurz einwirken lassen, dann mit der Hand auswaschen. Kein heißes Wasser bei Eiweißflecken (Blut, Milch), das fixiert den Fleck. Weichspüler bei Leinen nur sparsam einsetzen, er verändert die Textur der Naturfaser.
Nun weißt du alles über die wichtigsten Pflegehinweise für Leinenstoffe. Das Wichtigste kurz zusammengefasst:
Leinen ist ein natürliches Material aus der Flachspflanze
Leinenweberei gehört zu den ältesten Handwerken
Leinen hat viele Vorteile: klimatisierend, allergikerfreundlich, robust
Der einzige Nachteil: braucht besondere Pflege
Wichtigster Trick: Vor dem Waschen 30 Minuten einweichen
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Leinenstoff besteht aus Flachsfasern die aus der Flachspflanze gewonnen werden. Diese werden in einem aufwendigen Verfahren zu Fäden gesponnen und durch Leinenweberei zu einem textilen Flächengebilde verarbeitet. Leinen ist ein reines Naturprodukt.
Naturleinen kann bei maximal 60°C gewaschen werden. Gefärbtes Leinen sollte nur bei maximal 40°C gewaschen werden da sonst die Farbe ausbleicht. Nutze flüssiges Feinwaschmittel ohne Bleichzusätze.
Nein! Leinenstoff solltest du nie in den Wäschetrockner geben. Häng das Leinen noch gut feucht auf einem Bügel auf an einem Ort mit Luftzug aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Der Trockner würde die Fasern zerstören.
Bügele Leinen noch leicht feucht mit einem Dampfbügeleisen. Wichtig: Drehe das Kleidungsstück auf links (von innen) bevor du bügelst. So vermeidest du Flecken und glänzende Stellen. Reines Leinen kannst du sehr heiß bügeln, Mischgewebe mit weniger Hitze.
Ja, Leinen kann beim ersten Waschen um 3 bis 5 Prozent einlaufen, besonders wenn du heißer als 40 Grad wäschst. Um das zu verhindern: neues Leinen vor dem ersten Tragen kalt vorwaschen, immer Schonwaschgang und maximal 30 bis 40 Grad verwenden, niedrige Schleuderzahl (max 600 U/min) einstellen und das Pflegeetikett beachten.
Leinen am besten bügeln wenn es noch leicht feucht ist. Mittlere bis hohe Temperatur (150 bis 200 Grad), Dampfstufe einschalten und von der linken Seite bügeln damit die Oberfläche nicht glänzt. Ein feuchtes Tuch zwischen Bügeleisen und Stoff schützt die Naturfaser. Trockenes Leinen vor dem Bügeln leicht mit Wasser besprühen.
Feinwaschmittel oder spezielles Wollwaschmittel sind ideal für Leinen. Kein aggressives Vollwaschmittel, das greift die Leinenfasern an. Weichspüler nur sparsam einsetzen, da er die natürliche Textur des Leinenstoffs verändert. Für helles Leinen kein Bleichmittel verwenden, es schwächt die Fasern dauerhaft.
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