Lederhose Größe messen: So findest du die perfekte Passform
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Eine Lederhose sitzt oder sie sitzt nicht. Zwischen einer Lederhose, die perfekt sitzt, und einer, die drückt, zwickt oder schlabbert, liegen oft nur zwei Zentimeter. Wer vor dem Kauf richtig misst, vermeidet Frust und Retouren.
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Lederhosen sind kein normales Kleidungsstück. Sie bestehen aus echtem Leder oder hochwertigen Lederalternativen, die sich kaum dehnen. Was beim ersten Anprobieren drückt, wird nach einer Stunde auf dem Oktoberfest nicht besser, sondern schlimmer.
Dazu kommt: Lederhosen haben keine standardisierte Größentabelle. Ein Größe 50 von einem Hersteller kann einem Größe 52 von einem anderen entsprechen. Wer blind auf die Konfektionsgröße vertraut, trifft es nach dem Zufallsprinzip.
Gute Lederhosen sind eine Investition. Qualitätsstücke halten jahrzehntelang und werden mit der Zeit schöner. Umso wichtiger ist es, von Anfang an die richtige Größe zu wählen.
Für eine Lederhose brauchst du drei Maße: Bundweite, Oberschenkelumfang und Länge. Alle drei zusammen ergeben ein vollständiges Bild der Passform.
Bundweite (Hüftumfang): Das wichtigste Maß. Gemessen wird an der breitesten Stelle der Hüfte, meist 20 bis 25 Zentimeter unterhalb des Bauchnabels. Das Maßband liegt flach am Körper, weder einschneidend noch locker.
Oberschenkelumfang: Gemessen an der dicksten Stelle des Oberschenkels, direkt unter dem Schritt. Dieses Maß entscheidet darüber, ob die Hose über die Oberschenkel passt und wie bequem sie beim Sitzen und Gehen sitzt.
Länge: Je nach Stil unterschiedlich gemessen. Bei kurzen Lederhosen (Krachleder) ab dem Bund bis zur gewünschten Länge am Oberschenkel. Bei Kniebundhosen bis zur Mitte der Kniescheibe oder leicht darunter.
Tipp beim Messen: Immer stehend messen, mit normaler Unterwäsche. Das Maßband gerade halten, nicht schräg. Am besten eine zweite Person messen lassen, da selbst gemessene Werte oft ungenau sind.
Die Bundweite ist das Hauptmaß für Lederhosen. Viele machen hier den Fehler, den Bauchumfang statt den Hüftumfang zu messen. Das führt zu einer Hose, die am Bund entweder zu eng oder zu weit ist.
So geht es richtig: Stelle dich gerade hin und lasse das Maßband an der breitesten Stelle der Hüfte kreisen. Das ist normalerweise die Stelle, an der die Hosenbeine beginnen würden, also deutlich unterhalb des Bauchnabels und auf Höhe des Gesäßes.
Notiere das gemessene Maß in Zentimetern. Für die Lederhose brauchst du dann in der Regel das gleiche Maß in der Konfektionsgröße. Bundweite 96 cm entspricht bei den meisten Herstellern etwa Größe 50 bis 52.
Wer zwischen zwei Größen liegt, wählt bei Leder immer die größere Größe. Leder gibt kaum nach. Eine Hose, die beim Anprobieren schon etwas drückt, wird beim Tragen nicht angenehmer.
Ausnahme: Echtes Rindsleder kann sich über Zeit minimal weiten, wenn es regelmäßig getragen wird. Das sind aber wenige Millimeter, keine ganzen Größen.
Der Oberschenkelumfang wird von vielen ignoriert und ist dann der Grund, warum die Hose zwar am Bund passt, aber über die Oberschenkel nicht geht oder beim Gehen einschneidet.
Messe den Oberschenkelumfang an der dicksten Stelle, direkt unter dem Schritt. Das Maßband liegt flach, nicht einschneidend. Notiere das Ergebnis und vergleiche es mit der Maßtabelle des Herstellers. Bei Lederhosen sollte zwischen Oberschenkelumfang und Hosenmaß mindestens 3 bis 4 Zentimeter Spielraum sein.
Die Schrittlänge misst du von der Innenseite des Oberschenkels bis zum Boden, also die Innenbeinlänge. Dieses Maß hilft bei der Wahl der richtigen Hosenlänge. Eine Kniebundhose sitzt idealerweise knapp unter der Kniescheibe.
Die Länge ist nicht nur Geschmackssache, sie hat auch Auswirkungen auf die Maße. Je nach Stil gelten andere Richtwerte.
Kurze Lederhose (Krachleder): Das klassische Oktoberfest-Modell. Endet am Oberschenkel, etwa 10 bis 15 Zentimeter über dem Knie. Bietet maximale Bewegungsfreiheit. Sitzt am besten bei normaler bis muskulöser Oberschenkelpartie.
Kniebundhose: Die traditionellere Form, endet knapp unter dem Knie. Hat meistens einen Knieverschluss aus Leder oder eine Kniespange. Sitzt auch bei schlankeren Oberschenkeln gut und wirkt formeller.
Lange Lederhose: Endet am Knöchel, klassischerweise mit Aufschlag. Selten beim Oktoberfest, häufiger bei Hochzeiten und festlichen Anlässen. Benötigt die Innenbeinlänge als zusätzliches Maß.
Die folgende Tabelle zeigt die ungefähre Zuordnung von Bundweite zu Konfektionsgröße. Herstellerangaben können abweichen, daher immer die spezifische Tabelle des jeweiligen Produkts prüfen.
| Konfektionsgröße | Bundweite (cm) | Oberschenkel (ca.) |
|---|---|---|
| 44 | 84–87 cm | 52–54 cm |
| 46 | 88–91 cm | 54–56 cm |
| 48 | 92–95 cm | 56–58 cm |
| 50 | 96–99 cm | 58–60 cm |
| 52 | 100–103 cm | 60–62 cm |
| 54 | 104–107 cm | 62–64 cm |
| 56 | 108–112 cm | 64–66 cm |
| 58 | 113–117 cm | 66–68 cm |
Diese Werte gelten als Richtwert. Bei schmalem Schnitt eine Größe nach oben wählen, bei weitem Schnitt kann die Tabelle direkt angewendet werden.
Hosenträger sind bei Lederhosen nicht nur Dekoration, sie sind Teil der Passform. Eine Lederhose ohne Hosenträger rutscht mit der Zeit, besonders wenn das Leder sich setzt.
Die Länge der Hosenträger ist in den meisten Fällen verstellbar. Trotzdem gilt: Wer einen sehr langen Oberkörper hat oder sehr kurz ist, sollte das beim Kauf prüfen. Sehr kurze Hosenträger lassen sich kaum verlängern.
Hosenträger richtig einstellen: Die Hose soll an der richtigen Position sitzen, also tief auf der Hüfte, nicht auf der Taille. Die Hosenträger sollen dabei leicht Spannung haben, aber nicht die Schultern nach oben ziehen. Ein Zeigefinger Platz zwischen Hosenträger und Schulter ist die Faustregel.
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Du brauchst drei Maße: Bundweite (an der breitesten Stelle der Hüfte), Oberschenkelumfang (direkt unter dem Schritt) und Innenbeinlänge. Mit diesen drei Werten und der Größentabelle des Herstellers findest du deine passende Größe. Bei Leder lieber eine Größe größer wählen, da der Stoff kaum nachgibt.
Immer die größere Größe wählen. Leder dehnt sich kaum. Eine Lederhose, die beim Anprobieren schon leicht drückt, wird beim Tragen nach einer Stunde unangenehm. Echtes Rindsleder kann sich minimal einlaufen, aber das sind Millimeter, keine halben Größen.
Die Bundweite ist der Umfang des Bundes der Hose, also die Stelle, an der die Hose um die Hüfte sitzt. Bei Lederhosen sitzt der Bund tief auf der Hüfte, nicht auf der Taille. Du misst deinen Körper an der breitesten Stelle der Hüfte und vergleichst mit der Bundweite aus der Größentabelle.
Bundweite und Oberschenkelumfang sind bei beiden gleich. Der Unterschied liegt in der Länge: Krachleder endet am Oberschenkel, Kniebundhosen knapp unter dem Knie. Für die Kniebundhose brauchst du zusätzlich die Innenbeinlänge, um die richtige Länge zu wählen.
Echte Lederhosen lassen sich von einem Sattler oder Lederverarbeiter geringfügig enger oder weiter machen. Das ist aber aufwendig und teuer. Einfacher ist es, von Anfang an die richtige Größe zu kaufen. Sehr günstige Lederhosen aus Kunstleder lassen sich meist nicht anpassen.
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